120 Sekunden Deluxe - 22: Was du unbedingt tun solltest, wenn du Brokkoli kochst
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00:00:05: Das ist ein Hundertzwanzig Sekunden Deluxe, kompaktes Kochwissen zwischen zwei Bissen.
00:00:10: Brokkoli schneiden Pfanne an und sofort hinein damit?
00:00:13: Wissenschaftlich betrachtet ist das möglicherweise zu schnell!
00:00:16: Denn nach dem Schneiden beginnt im Brokkuli erst die Herstellung eines interessanten Stoffes – Sulphurafan.
00:00:22: Im unbeschädigten Gemüse liegen dessen Ausgangsstoff und das dafür benötigte Enzym getrennt voneinander.
00:00:28: Erst beim Zerschneiden brechen die Pflanzenzellen auf, beide kommen zusammen und das Enzym Myrosinase produziert Sulphorafan.
00:00:37: Und wozu soll es gut sein?
00:00:39: Sulphorfan aktiviert in unseren Zellen ein Schutzprogramm namens NRF-II.
00:00:44: Dadurch bildet der Körper verstärkt bestimmte Enzyme.
00:00:47: Diese wiederum helfen ihm reaktionsfreudige Stoffe unschädlich zu machen Glutation zu binden und anschließend auszuschalten.
00:00:55: Das ist keine ominöse Detox-Cour, sondern ein messbarer körpereigener Entgiftungsmechanismus.
00:01:02: in einer Studie mit twohundertneinundneunzig Menschen führte ein konzentriertes Getränk aus Brokkoli Sprossen beispielsweise dazu das Abbauprodukte des Luftschadstoffs Benzol um eine Sechzig Prozent stärker über den Urin ausgeschieden wurden.
00:01:16: Ob normales Brokkoli Gemüse dadurch Krankheiten verhindert, ist allerdings nicht bewiesen.
00:01:20: Zurück in die Küche!
00:01:21: Hitze zerstört das Enzym Myrosinase.
00:01:24: Kommt frisch geschnittener Brokoli sofort in die heiße Pfanne Endet die Sulphorafan-Produktion sehr früh.
00:01:31: Eine Lebensmittelsstudie zeigte wurde der Brokkolid zunächst feingeschnitten, neunzig Minuten liegen gelassen und erst dann gebraten enthielt er anschließend ungefähr zweikommer achtmal so viel Sulphoroafan wie sofort gebratener Brokkolie.
00:01:45: Deshalb Brokoli zuerst schneiden, anschließend den Rest vorbereiten und ihn dann erst später garen.
00:01:51: Denn die Pause verändert nicht den Brokuli – sie gibt ihm nur Zeit seinen interessantesten Stoff selbst herzustellen!
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