Folge 172 - Butter-Toast Deluxe selber backen

Shownotes

Hier der angekündigte Link für die ideale Toastbrotbackform (und andere Kastenbrote) - einfach Anklicken

Zutaten: Butter-Toastbrot Deluxe (ca. 1000g)

  • 1000 g Weizenmehl Typ 550
  • 50 g Milchpulver
  • 55 g Zucker
  • 20g Salz
  • 180 g Süßrahmbutter
  • 500 ml Vollmilch
  • 2 Eigelbe
  • 1 Würfel frische Hefe

Hier findet ihr das Kurzrezept als PDF

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Transkript anzeigen

00:00:04: Null Sterne Deluxe.

00:00:07: Folge onehundert zweiund siebzig.

00:00:15: Herzlich willkommen zu Null Sternen Deluxe, der Podcast rund ums Kochen essen und genießen in welchem du regelmäßig alle Basics rund um das Thema kochen und Küche erfährst.

00:00:26: Um so authentisch zu kochen wie Mama oder Omi brauchst Du keine Tipp von angesagten Sterneköchen- oder Hippenfutbloggern sondern praxisnah und bodenständige Hilfe Ohne Schnick und Schnack.

00:00:38: Und hier ist ein Gast!

00:00:46: Hi, hier ist Damian... ...und ich danke dir dass ich in den nächsten Minuten zu Gast in deinem Ohr sein darf.

00:00:52: Es gibt Lebensmittel liebe Koch Rookies die stehen so selbstverständlich in unserem Alltag herum das man irgendwann vergisst wie viel Geschichte Technik und Gefühl eigentlich darin stecken.

00:01:04: Toastbrot ist genauso ein Lebensmittel.

00:01:07: Das liegt im Supermarktregal meistens irgendwo zwischen Aufbackbrötchen, Kneckebrot und diesen sehr optimistischen Eiweißbroten die aussehen als hätte jemand versucht eine Fitnessstudio mit Gliedschaft zu backen.

00:01:20: Man nimmt Toastboot mit ohne lange darüber nachzudenken.

00:01:24: man wirft morgens zwei Scheiben in den Toaster wartet bis es klackt schmiert irgendetwas drauf und macht weiter mit dem Leben.

00:01:31: Toastbroot wird selten ernst genommen.

00:01:34: Es ist für viele nicht mal richtiges Brot, sondern eher so eine Art Unterlage.

00:01:39: Eine Begebühne für Marmelade, Käse schinken oder Nutella und wenn wir ehrlich sind behandeln wir Toastbrot oft auch genau so!

00:01:51: Aber ich finde, damit tut man Toastbrot unrecht.

00:01:55: Denn gutes Toastboot kann richtig viel!

00:01:57: Es kann weich sein ohne labrigt zu sein.

00:02:00: Es kann feinporig sein ohne langweilig zu sein.

00:02:04: es kann mild sein ohne nach Pappe zu schmecken.

00:02:07: und vor allem hat Toastbroot eine Fähigkeit die normales Brot in dieser Form nicht hat.

00:02:12: Es wird durch den Toaster nicht nur warm sondern verwandelt sich.

00:02:16: Ein gutes Toastboot ist eigentlich nicht fertig, wenn es aus dem Ofen kommt.

00:02:20: Es hat noch einen zweiten Auftritt!

00:02:22: Erst ist das Brot dann wird es toast.

00:02:25: und dieser Moment, wenn die Scheibe im Toaster goldbraun wird Wenn die Kanten knusprig werden und innen trotzdem diese weiche warme Kurume bleibt Dann ist es schon ziemlich besonders.

00:02:36: Und genau da beginnt diese Folge Denn ich wollte diesmal kein Toastbrot backen dass einfach nur irgendwie funktioniert.

00:02:44: Ich wollte kein Toastbrot, das nur deshalb schmeckt weil man nachher ordentlich Butter draufschmiert.

00:03:06: butterig schmeckt, aber nicht fettig.

00:03:16: Nicht schwer!

00:03:17: Nicht süßlich überladen.

00:03:19: Nicht wie Kuchen mit Identitätskrise.

00:03:22: Denn einfach mehr Butter in den Teig zu werfen ist natürlich die naheliegendste Idee Habe ich auch ausprobiert, hat aber nicht so richtig funktioniert.

00:03:31: Aber das ist ja auch ein bisschen die grobe Lösung.

00:03:34: So als würde man bei einem langweiligen Film sagen, mach einfach mehr Explosionen rein!

00:03:39: Kann funktionieren?

00:03:40: Aber meistens löst es nicht das eigentliche Problem.

00:03:44: Buttergeschmack ist nämlich nicht nur Fett.

00:03:47: Buttergeschmacks ist Aroma.

00:03:49: Es ist Milchigkeit und Rundheit.

00:03:53: warme, leichte süßliche manchmal sogar nussige Eindruck und genau den wollte ich herauskitzeln.

00:04:01: Deswegen arbeiten wir heute nicht nur mit Butter.

00:04:03: Wir arbeiten mit Süßrahm-Butter Mit Nussbutter Mit Vollmilch Mit Milchpulver Mit Eigelb Mit Zucker Und mit Salz.

00:04:12: Nicht weil ich wahllos den Kühlschrank ausgeräumt habe Sondern Weil jede einzelne Zutat eine Aufgabe hat.

00:04:19: Jede ist eine kleine Stellschraube auf dem Weg zum Pepp perfekten Buttertoast.

00:04:25: Und das war mir wichtig, es geht heute nicht um irgendein normales gutes Toastbrot!

00:04:30: Es geht um Buttertoasts Deluxe.

00:04:38: Wenn ich über Toastbrod spreche muss sich aber auch über meine Studentenzeit sprechen denn da hatte Toasten für mich eine ganz andere Bedeutung als heute.

00:04:46: Als Student habe ich normales Brot fast nur im getosteten Zustand gegessen.

00:04:51: Nicht, weil ich damals schon so ein feiner Toastbrot gourmet war der morgens in der Küche stand und über Bräunungsgrade philosophiert hat.

00:04:59: Nein!

00:05:00: Der Grund war viel einfacher.

00:05:02: Es gab nur einen Discounter den ich fußläufig erreichen konnte Und bei dem konnte ich mir das Brot auch leisten.

00:05:07: Das war günstig, praktisch, verfügbar.

00:05:11: Aber es war eben kein Brot vom Bäcker abgepacktes Tütenbrot.

00:05:17: und dieses Brot aus der Tüte hat umgetostet so fürchterlich geschmeckt, dass es eigentlich nur getostet zu ertragen war.

00:05:25: Der Toaster war damals also kein Luxusgerät.

00:05:27: Der toster war Schadensbegrenzung.

00:05:29: Er hat aus etwas Traurigem zumindest etwas gemacht das man essen konnte.

00:05:34: Durch die Hitze kamen ein bisschen Röstaromen dazu, die Oberfläche wurde knuspriger.

00:05:40: Die schlimmste Tütenbrot Traurigkeit wurde sozusagen weggebrannt und plötzlich war das Ganze irgendwie okay – nicht großartig aber ok!

00:05:51: Und das war damals schon viel... Gleichzeitig war Toastbrot in meiner Kindheit gar nicht dieses Brot, das immer vorrätig war.

00:06:00: Richtigem Toast gab es höchstens mal Sonntags beim Familienfrühstück.

00:06:03: Das war nichts was die ganze Woche wie selbstverständlich im Schrank lag.

00:06:08: Toastbroot hatte dadurch ein kleines Wochenendgefühl.

00:06:11: Es waren nicht unbedingt edel aber es war besonders.

00:06:14: Es gehörte zu diesen Frühstücksmomenten in denen der Tisch Ein bisschen voller wahr, wenn man mehr Zeit hatte und nicht nur schnell irgendwas gegessen hat bevor der Tag losgehen.

00:06:25: Vielleicht kommt daher auch meine gewisse Zuneigung zu Toastbrot.

00:06:29: Es ist einerseits total alltäglich und billig andererseits kann es Wenn es gut gemacht ist sofort ein Gefühl von Frühstück Wärme Und Zuhause auslösen.

00:06:40: Und natürlich kann Toastbrot viel mehr sein als nur Frühstück.

00:06:44: Morgens kann es süß sein mit Butter und Marmelade, wenn die Scheibe noch warm ist und alles ein wenig in diese kleinen Poren läuft.

00:06:52: Es kann aber genauso gut herzhaft werden – mit Rühreihe, Speck oder geschmolzenem Käse!

00:06:57: Und wenn man es wirklich ernst meint, wird daraus ein Sandwich.

00:07:00: Das nicht mehr nur ein Snack ist sondern eine kleine Mahlzeit zwischen zwei goldbraunen Scheiben.

00:07:06: Einzwei Beispiele hatten wir schon in diesem Podcast.

00:07:09: Toastbrot ist also nicht nur Unterlage Es ist eine kulinarische Leinwand!

00:07:14: Es kann süß salzig fettig schlicht übertrieben elegant oder komplett unvernünftig sein.

00:07:22: und genau deshalb lohnt es sich dieses Brot nicht dem Supermarktregal zu überlassen.

00:07:27: Interessanterweise bin ich mit dieser Toastbrot-Wertschätzung gar nicht ganz allein.

00:07:32: Es gibt ja überraschender Weise auch noch andere Podcasts zum Thema Kochen, einer den ich persönlich sehr gerne höre heißt Alles in Butter und läuft beim WDR Und weil ich kein Konkurrenzdenken habe kann man das ruhig mal erwähnen Gute Inhalte bleiben gute Inhalten auch wenn sie nicht von mir sind.

00:07:51: Bei alles im Wutter gab es tatsächlich auch mal eine Folge zum Thema Toastbrot.

00:07:55: Da wurden handelsübliche Toastbrote getestet, also genau diese Brote die man kaufen kann und die wahrscheinlich jeder schonmal in Einkaufswagen hatte Und gewonnen hat.

00:08:04: am Ende ein alter Klassiker der Golden Toast.

00:08:07: Das fand ich spannend, denn bei diesem Toast wurde unter anderem ein angenehmer Buttergeschmack festgestellt.

00:08:13: Und genau dieser ButtergeschmACK hat dazu beigetragen das Golden Toast gegenüber anderen Toastsorten und auch gegenüber diesen heute sehr verbreiteten größeren Sandwich-Toastvarianten die Nase vorn hatte!

00:08:26: Da dachte ich – genau das ist der Punkt wenn bei gekauften Toastboot schon einen angenehmen Buttergeschmak den Unterschied macht Dann muss das beim selbst gebackenen Toastbrot erst recht die entscheidende Spur sein, oder?

00:08:40: Also habe ich mich gefragt wie bekommt man diesen Buttergeschmack nicht nur obendrauf sondern richtig ins Brot hinein.

00:08:48: Nicht künstlich!

00:08:49: Nicht plump!

00:08:50: Nicht mit so einem Aroma dass nach Kino Popcorn und Backmischung riecht Sondern ehrlich rund und warm.

00:08:58: Die Antwort liegt in mehreren kleinen Tricks.

00:09:01: Der wichtigste davon ist Nussbutter.

00:09:05: NussButter klingt erstmal nach etwas, das in französischen Kochbüchern wohnt und sich für normale Küchen zu fein fühlt.

00:09:12: dabei ist es im Grunde sehr einfach.

00:09:14: man erhitzt Butter so lange bis das Wasser verdampft und die kleinen Milchbestandteile in der Butter leicht bräunen.

00:09:22: Dadurch entsteht ein nussiger, karamelliger Duft der mit normaler geschmolzener Butter gar nicht vergleichbar ist.

00:09:29: Das ist Butter die einmal kurz ihre Abendgaderobe angezogen hat und wir nehmen nicht die komplette Butter als Nussbutter.

00:09:37: das wäre zu viel.

00:09:39: dann würde das Brot eher nussig schmecken als buttrig.

00:09:42: Wir wollen die NussButter als verstärker nicht als allein Unterhalter.

00:09:46: Deshalb wird ein Teil der Butter gebräunt und der Rest danach in dieser heißen Nussbutter geschmolzen.

00:09:52: So bekommen wir Tiefe UND Aroma, behalten aber trotzdem den klassischen milden Buttermuttergeschmack.

00:09:58: Dazu kommt Vollmilch statt Wasser weil Milch dem Teig mehr Weichheit und mehr Rundheit gibt.

00:10:05: Milchpulver verstärkt diesen milchigen Eindruck noch einmal und sorgt später auch dafür dass das Brot beim Toasten schöner bräunt.

00:10:12: Eigelb macht die Kreme feiner und etwas reicher Zucker hilft nicht nur der Bräunung, sondern hebt den Buttergeschmack leicht an.

00:10:20: Und Salz sorgt dafür dass alles nicht flach und brav oder nach Kindergeburtstag schmeckt, sondern wirklich da ist!

00:10:28: Das ist also keine Zutatenliste die zufällig entstanden ist – das ist Buttertoast Forschung.

00:10:35: und damit kommen wir zu den Zutatens.

00:10:38: Für eine große Toastbrotform braucht ihr eintausend Gramm Weizenmehl Typ ...fünfhundert Milliliter Vollmilch... ...einhundert-achtzig Gramm Süßrambutter... ...fünftig Gramm Milchpulver... ...Fünfzig bis Sechzig Grammen... ...nah lass uns doch fünfundfünfzig Gramms nehmen Zucker... ...zwanzig Gramm Salz, zwei Eigelb und einen Würfel frische Hefe.

00:11:08: Von der Butter nehmen wir sechzig Gramm für die Nussbutter.

00:11:11: Die restlichen hundertzwanzig Gramm werden später in dieser fertigen NussButter geschmolzen.

00:11:16: Alle Zutaten findet ihr noch mal in den Shownots zufolge aufgelistet, damit Ihr es beim Einkaufen einfacher habt.

00:11:23: Darunter findet Ihr das kostenlose Rezept als PDF zum Anklicken und natürlich wäre es für Euch am bequemsten wenn Ihr den ebenfalls kostenlosen Newsletter abonniert, damit ich Euch alle Rezepte dieses Podcasts per E-Mail zusenden kann.

00:11:37: Schreibt dazu einfach eine ganz kurze Mail an RecepteEd.

00:11:41: – NullsterneDeluxe.de.

00:11:49: Wir fangen mit den trockenen Zutaten an, weil das einfach der sinnvollste Ablauf ist.

00:11:55: In eine große Schüssel kommen das Mehl, dass Milchpulver, der Zucker und das Salz.

00:12:01: Das wird einmal gründlich vermischt Und dieser Schritt ist natürlich völlig entspannt.

00:12:06: Da passiert nichts Übrigens wenn ihr im Supermarkt Milch pulver sucht dann schaut mal beim Kaffee und den Kaffewaisern Da werdet ihr fündig.

00:12:15: Ob es ein Magermilchpulver oder eins mit mehr Fett ist, ist übrigens ganz egal für unser Rezept.

00:12:21: Die fertige Mischung aus den trockenen Zutaten kann einfach stehen bleiben während wir uns um die Butter kümmern.

00:12:28: Jetzt kommt der Teil bei dem man ein bisschen aufmerksam sein muss – die Nussbutter!

00:12:33: Dafür gebt ihr sechzig Gramm der Süßrambutter in einen kleinen Topf oder eine helle Pfanne.

00:12:39: Hell ist tatsächlich praktisch, weil man die Farbe besser erkennt.

00:12:42: Bei einer dunklen Pfanne ist Nussbutter ein bisschen wie Autofahren bei Nebel.

00:12:47: Man merkt manchmal erst spät dass man falsch abgebogen ist.

00:12:50: Die Butter wird bei mittlerer Hitze geschmolzen.

00:12:54: Erst sieht alles ganz harmlos aus Dann beginnt sie zu schäumen.

00:12:58: Das ist normal Weil das Wasser in der Butter verdampft.

00:13:02: Gleichzeitig setzen sich Milchbestandteile am Boden ab.

00:13:05: Genau diese kleinen Teilchen sind für uns interessant, denn die sollen jetzt bräunen.

00:13:11: Ihr rührt oder schwenkt die Butter regelmäßig – nicht hektisch, nicht panisch aber aufmerksam!

00:13:17: Nach ein paar Minuten seht ihr am Boden kleine Krümel, die langsam goldbraun werden und irgendwann verändert sich der Geruch.

00:13:25: Es riecht nicht mehr einfach nur nach geschmolzener Butter sondern nach gerösteter Haselnuss, nach Butterkeks, nach warmen Karamell.

00:13:34: das ist ganz deutlich bemerkbar für eure Nase!

00:13:38: Das ist der Moment wenn die Butter Goldbraun bis Bernsteinfarben ist und richtig nussig duftet zieht ihr den Topf sofort vom Herd.

00:13:46: Nicht noch eine Minute warten oder so und nicht denken, ach ein bisschen dunkler geht ja vielleicht noch.

00:13:51: Zwischen Nussbutter und bitterer Butter liegt manchmal nur ein sehr kurzer Moment.

00:13:56: liebe Koch rookies!

00:13:57: Sobald der Topf vom Herd ist gebt ihr die restlichen unhundertzwanzig Gramm Butter in Stücken dazu.

00:14:03: Der Topf steht dabei nicht mehr auf der Platte.

00:14:05: Die Resthitze reicht aus um die Butter zu schmelzen Und gleichzeitig kühlt die neue Butter die NussButter schon etwas herunter.

00:14:14: Das stoppt den Bräunungsprozess und verhindert, dass die kleinen Milchbestandteile am Boden noch weiter nachdunkeln.

00:14:20: Dann rührt ihr nochmal durch und lasst diese Butter-Nussbuttermischung abkühlen bis sie nur noch lauwarm ist.

00:14:27: Sie darf flüssig sein!

00:14:28: Sie darf warm sein aber sie darf auf keinen Fall heiß in den Teig.

00:14:32: Wenn Ihr den Finger kurz hineinhalten könnt ohne sofort über Eure Lebensentscheidungen nachzudenken passt es.

00:14:39: Parallel erwärmt ihr die Vollmilch leicht.

00:14:41: Auch hier gilt lauwarm reicht, wir machen kein Hefebad in der Sauna.

00:14:47: Wenn Milch zu heiß ist kann es der Hefe schaden.

00:14:50: In die lauwarme Milch bröselt ihr den Würfel frische Hefe und verrührt alles bis sich die hefe weitgehend gelöst hat.

00:14:57: Keins Zucker an dieser Stelle.

00:14:59: Der Zucker ist ja schon bei den trockenen Zutaten dabei gewesen.

00:15:02: Das ist völlig in Ordnung so.

00:15:04: Wir wollen die Hefe nur in der Milch verteilen Und jetzt kommt alles zusammen.

00:15:10: Zur Schüssel mit den trockenen Zutaten gibt ihr die Hefemilch, die zwei Eigelbe und lauwarme Butternussbuttermischung.

00:15:18: Dann wird geknetet in der Küchenmaschine ungefähr zehn bis zwölf Minuten von Hand würde ich sagen etwas länger so fünfzehn bis achtzehn Minuten.

00:15:27: Der Teig soll weich, elastisch und leicht glänzend werden.

00:15:32: Er darf ein bisschen kleben!

00:15:33: Das ist bei so einem Toastbrot-Teig völlig normal.

00:15:36: Bitte nicht sofort aus Nervosität Mehl nachkippen – das ist einer dieser Momente in denen man einen Brot ganz unauffällig ruinieren kann.

00:15:44: Man denkt der Teig klebt da muss Mehl rein und plötzlich hat man ein trockenes Brot dass später im Toaster so viel Freude macht wie eine Steuererklärung auf Recyclingpapier.

00:15:54: Wenn der Teig wirklich extrem klebrig ist, könnt ihr natürlich esslöffelweise etwas Mehl ergänzen.

00:16:00: Aber vorsichtig!

00:16:02: Toastbrot lebt von einer weichen saftigen Krume.

00:16:05: Der Teig muss nicht aussehen wie ein fester Brötchen-Teig.

00:16:09: Nach dem Kneten formt er den Teig grob zu einer Kugel, legt ihn in eine leicht gefettete Schüssel und deckt ihn ab.

00:16:16: Lasst ihn dann sechzig bis neunzig Minuten gehen.

00:16:20: Er soll Deutlich aufgehen und luftiger werden, es muss aber nicht exakt doppelt so groß sein.

00:16:25: Aber man sollte schon sehen dass die Hefe gearbeitet hat.

00:16:29: Während dieser Gehzeit kann man übrigens sehr schön über die eigene Küchenkarriere nachdenken darüber das man früher Tütenbrot getostet hat damit es überhaupt essbar wurde Und jetzt plötzlich Nussbutter in Toastbrot einarbeitet Damit es schon ohne Belag nach Butterschmeckt.

00:16:44: Das Leben nimmt manchmal seltsame aber schöne Wendungen.

00:16:48: Kurze Unterbrechung.

00:16:50: Ich weiß, du willst jetzt eigentlich nur die Folge zu Ende hören.

00:16:54: Aber damit dieser Podcast sich im Podcastgetürmel behaupten kann, brauche ich deine Mithilfe!

00:17:00: Falls Du ein iPhone Dein Eigen nennst möchte ich Dich bitten dass Du Null Sterne Deluxe dort einmal in der vorinstallierten Podcast-App aufrufst und mit einer eins bis fünf Sterne Bewertung bewertest.

00:17:13: Das geht ganz einfach und schnell und hilft mir wirklich Richtig, mega wäre es wenn du zu deiner Bewertung ein paar Zeilen da lässt damit ich sehe was dir gut gefällt oder wo ich mich noch verbessern darf.

00:17:28: Und jetzt geht's auch schon weiter!

00:17:32: Nach der ersten Gehzeit kommt der Teig auf eine leicht bemehlte Arbeitsfläche.

00:17:36: Ihr drückt ihn vorsichtig so zu einem Rechteck flach ungefähr so breit wie eure Toastbrotform und dann rollt ihr den Straf auf ähnlich wie eine Roulade.

00:17:46: Die Naht wird gut zusammengedrückt und der Teigling kommt mit der Naht nach unten in Form.

00:17:52: So würde euch das jeder, der sich mit Backen auskennt wahrscheinlich beschreiben.

00:17:57: Ich würde es ein bisschen anders nennen.

00:17:59: Nimmt die Kugel raus und dann so wie im Kindergarten eine Wurst rausformen einfach so ne Rolle würde ich machen Und die sollte natürlich nicht größer sein bzw exakt so groß wie eure Backform und dann einfach rein damit.

00:18:13: Diese Form, diese Backform meine ich ist bei diesem Rezept tatsächlich nicht ganz unwichtig.

00:18:19: Ich habe das Toastbrot in einer Toastbrod-Form mit Deckel gebacken.

00:18:23: Diese Form verlinke ich euch auch in den Show Notes und ihr könnt sie bei Amazon bestellen.

00:18:27: Ich habe sie selber seit zwanzig dreiundzwanzig im Einsatz und sie sieht immer noch aus wie neu!

00:18:32: Das... finde ich wirklich bemerkenswert, weil sie auch richtig hübsch ist.

00:18:36: Gerade wenn man sich anschaut was in den letzten Jahren alles teurer geworden ist – Stichwort Ukraine Krieg, Iran Krieg oder auch allgemeine Preisentwicklung – finde ich es fast schon sensationell dass diese Form immer noch ungefähr thirty- acht Euro kostet denn genauso viel habe ich damals in zwanzig dreiundzwanzig bezahlt.

00:18:56: Und das Entscheidende ist, sie passt für dieses Rezept perfekt.

00:19:00: Also für diese große Teigmenge mit tausend Gramm Mehl!

00:19:03: Durch den Deckel bekommt man das Brot wirklich in die klassische Toastbrotform gebracht – mit dieser geraden Oberseite und schönen Scheiben, die später sauber in den Toaster passen.

00:19:15: Das klingt banal aber genau das macht den Unterschied zwischen einem weichen Kasten Weißbrot.

00:19:22: Außerdem hat die Form eine Anti-Haftbeschichtung.

00:19:25: Das Brot gleitet nach dem Backen einfach heraus, ohne Drama, ohne Messer am Rand und ohne Fluchen – vor allem ohne dieses lästige einbutternder Form!

00:19:34: Und ich sag's euch wie es ist….

00:19:36: das Einbuttern von Backformen hasse ich wie die Pest.

00:19:40: Das ist so eine kleine Küchenhandlung, die mich jedes Mal nervt obwohl sie objektiv gar nicht so schlimm ist.

00:19:47: aber jeder hatte ja seine eigenen persönlichen Feindbilder.

00:19:51: andere Menschen hassen Bügel, ich hasse Backformen einfetten und bügeln.

00:19:58: So jetzt habe ich genug von dieser Form vorgeschwärmt.

00:20:01: nicht dass nachher wieder jemand bei Apple Podcast eine Rezension schreibt Ich würde zu viel Werbung machen.

00:20:06: Ich finde das Ding einfach wirklich gut benutze es seit zwanzig dreiundzwanzig Und wenn ich ein Küchenutensil nach so vielen Einsätzen habe Das noch aussieht wie neu und mir auch noch das Einbuttern erspart dann darf man das ja wohl auch mal sagen Wenn ihr keine Form mit Deckel habt, könnt ihr das Boot natürlich trotzdem backen.

00:20:23: Dann wird es oben runder und eher wie ein klassisches Kastenbrot aussehen.

00:20:27: Schmecken wird es trotzdem aber für dieses echte Toastbootgefühl ist die Form mitdeckel schon ziemlich ideal!

00:20:35: Wenn der Teig in der Form liegt, wird er nochmal abgedeckt und darf ein zweites Mal gehen.

00:20:41: Das dauert ungefähr... Fünfundvierzig vielleicht auch bis zufünfundsebzig Minuten kommt so ein bisschen darauf an wie die Hilfe für euch arbeitet.

00:20:50: Bei einer Form mit Deckel sollte der Teig solange gehen, bis die Form ungefähr zu Achtzig vielleicht auch zu Neunzig Prozent gefüllt ist also weil der Teik sich ausgedehnt hat.

00:21:02: dann kann das alles in den Ofen und der Teich hat noch genug Platz um sich nach oben hin Richtung Deckel zu entwickeln.

00:21:10: er soll noch Platz haben Aber nicht mehr komplett verloren in der Form liegen.

00:21:15: Dann wird gebacken!

00:21:16: Der Ofen wird auf einhundert-achtzig Grad Ober und Unterhitze vorgeheizt, das Toastbrot backt ungefähr ... hmmm... fortyfünf bis fünfundfünfzig Minuten würde ich jetzt sagen.

00:21:27: Bei dieser großen Form kann es auch eher ja Richtung sechzig Minuten gehen.

00:21:32: Wer einen Thermometer hat, kann sich an einer Kerntemperatur von dreiundneunzig bis fünfundneinzig Grad orientieren.

00:21:39: Wer keins hat verlässt sich aufs Gefühl Farbe und Stabilität.

00:21:43: Das Brot sollte durchgebacken sein, und beim Herausnehmen nicht mehr weich in sich zusammensackt.

00:21:49: Nach dem Backen kommt der wichtigste – und zugleich auch den nervigsten Teil!

00:21:54: Wir müssen warten... Das Brot muss aus der Form und auf einem Gitter komplett auskühlen.

00:22:00: Und ich weiß, das ist gemein!

00:22:02: Die Küche riecht nach Butter – Milch, Nussbutter und frisch gebackenen Brot.

00:22:06: Man will sofort ein Messer nehmen und reinschneiden aber gerade bei diesem Toastbrot ist Geduld wichtig.

00:22:12: durch Butter, Milch Eigelb und Milchpulver.

00:22:15: Ist die Krume am Anfang sehr weich.

00:22:17: Wenn ihr zu früh schneidet zerdrückt ihr.

00:22:20: sie Gebt den Brot mindestens vier bis sechs Stunden, noch besser ist es einfach bis zum nächsten Tag warten.

00:22:26: Dann hat sich die Krume gesetzt das Brot lässt sich sauber schneiden und die Scheiben sind perfekt für den Toaster.

00:22:33: Und dann kommt der eigentliche Moment der Wahrheit.

00:22:36: Eine Scheibe wandert in den Toaster, sie wird goldbraun.

00:22:39: Die Kanten werden knusprig und dieser Duft kommt wieder zurück aber eben nicht nur als normaler Toastuft.

00:22:46: da ist Butter, da ist Milch... Da ist diese leichte warme Tiefe von der Nussbutter!

00:22:52: Nicht aufdringlich, nicht schwer!

00:22:54: Nicht so als hätte jemand versucht euch mit Butter zu erschlagen sondern angenehm rund fein.

00:23:00: Die Krume bleibt weich, aber nicht wattig.

00:23:03: Die Oberfläche wird knusprig, aber auch nicht trocken.

00:23:06: und wenn man dann Butter darauf gibt schmilzt sie nicht einfach auf einem neutralen Untergrund sondern verbindet sich mit einem Brot das selbst schon nach Butterschmeckt.

00:23:16: Das ist für mich der Unterschied.

00:23:18: Bei schlechten Toastbrot rettet Butter den Geschmack!

00:23:21: Bei diesem Toastbroot ergänzt Butter etwas dass schon da ist Und genau das wollte ich erreichen.

00:23:28: Der Geschmack ist warm und milchig, leicht süßlich aber nicht süß.

00:23:32: Das Salz verhindert das alles brav und flach wird!

00:23:36: Die Nussbutter bringt diesen kleinen Moment von Butterkeks- und gerösteter Haselnuss ohne das Brot in eine völlig andere Richtung zu ziehen.

00:23:44: Das Milchpulver sorgt dafür dass das Brott beim Toasten diese schöne goldene Farbe bekommt und das Eigelb macht die Kreme ein bisschen voller ohne dass das Ganze zur Brioche wird Denn das war ja die ganze Zeit die Herausforderung.

00:23:59: Buttergeschmack ja, aber Toastbrot bleiben!

00:24:03: Nicht abbiegen in Richtung Kuchen oder so.

00:24:05: Nicht abrutschen in Richtung Dessertbrot sondern ein Brot backen dass morgens mit Marmelade funktioniert mittags als Sandwich nicht beleidigt ist und abends mit geschmolzenem Käse.

00:24:17: immer noch weiß wer es ist.

00:24:19: Und wenn man ehrlich ist, ist genau das die große Stärke von Toastbrot.

00:24:23: Es kann sehr schlicht sein eine warme Scheibe ein bisschen Butter vielleicht eine Prise Salz mehr braucht es manchmal nicht.

00:24:29: es kann aber auch süß werden mit Marmelade oder Honig oder herzhaft mit Ei Speck oder Käse!

00:24:37: Es muss sich nicht entscheiden.

00:24:38: Toast Brot ist da sehr tolerant.

00:24:40: Es nimmt fast alles mit so lange man es vorher ordentlich toastet.

00:24:45: Und vielleicht ist auch das der Grund, warum ich dieses Rezept so mag.

00:24:49: Weil es etwas Alltägliches ernst nimmt!

00:24:52: Toastbrot ist kein großes Prestigebäck.

00:24:55: Niemand stellt sich auf eine Party und sagt Ich habe Toastbroot mitgebracht... ...und alle reißen vor erfuhrig die Augen auf.

00:25:03: Aber vielleicht sollten wir genau das öfter tun Nicht um anzugeben Sondern weil diese einfachen Dinge oft mehr können als man ihnen zutraut.

00:25:12: Ich bin diesem Buttertoast heute ein bisschen wie ein Detektiv hinterher gelaufen.

00:25:17: Die Spuren waren Süßrambutter, Nussbutter Milchpulver, Eigelb Salz und Zucker Und am Ende stand kein kompliziertes Luxusprodukt sondern etwas sehr einfaches Eine Scheibe Toastbrot die im Toaster goldbraun wird und schon beim ersten Biss sagt das Butter nicht nur oben drauf stattgefunden hat.

00:25:35: Das ist für mich ziemlich nah dran an dem was ich von gutem Essen will.

00:25:40: Es muss nicht teuer sein, es muss nicht kompliziert sein.

00:25:43: Es muss nichts zu tun als hätte es drei Semester in Paris studiert!

00:25:47: Es muss einfach schmecken.

00:25:49: und wenn ein selbst gebackenes Toastboot am Ende so schmeckt dass man kurz überlegt ob man überhaupt noch Belag braucht dann hat man ziemlich viel richtig gemacht.

00:25:59: also Liebe Koch-Rookies, backt euch dieses Toastbrot.

00:26:03: Lasst es auskühlen auch wenn es schwer fällt.

00:26:05: Schneidet es in schöne Scheiben, toastet das Goldbraun und dann entscheidet selbst ob ihr Team Marmelade, Team Käse, Team Rührei oder Team einfach nochmal Butter seid!

00:26:17: Ich persönlich finde ja, wenn das Brot schon vor dem ersten Belag leise sagt, Butter war schon da, dann darf man ruhig noch ein bisschen Butter drauf geben.

00:26:25: Man muss ja nicht immer vernünftig sein, vor allem nicht beim Frühstück.

00:26:30: Macht es gut bis zur nächsten Folge.

00:26:33: euer Damian Dieser Podcast ist nicht kommerziell.

00:26:38: für Produkte die ich erwähne oder empfehle erhalte keine Zuwendung irgendwelcher Art.

00:26:42: Ich empfehlen sie ausschließlich aufgrund meiner persönlichen Erfahrungen und Überzeugungen.

00:26:46: Alle Meinungen die hier vertreten sind ebenfalls auf Grund meiner Erfahrung gebildet.

00:26:50: Das heißt ich erhebe keinen Anspruch darauf dass ihr die letzte Weisheit darstellen.

00:26:54: Wenn du Meinung, die ich hier äußeren nicht teilen kannst dann ist das legitim und toll.

00:26:58: Denn das bedeutet dass du dich mit dem jeweiligen Thema bereits auseinander gesetzt hast.

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